Unsere Garage – Wildschaden, Spielzeugautos und Garagendienst

Die insgesamt 21 Solo- und Gelenkbusse von Engadin Bus transportieren jährlich über zwei Millionen Fahrgäste durchs Oberengadin. Damit die Fahrzeuge jederzeit in Topzustand sind, dafür sorgt Donato Giovanoli mit seinem Team: vier Mechaniker und ein Carosseriespengler/Lackierer. In der Hochsaison sind fast doppelt so viele Busse unterwegs. Auch sind die Fahrzeuge wegen des rauen Winterklimas reparaturanfälliger. Aus diesem Grund ist in dieser Zeit immer jemand aus dem Team in der Werkstatt, bis der letzte Bus im Depot ist.

  • Engadin Bus, Reifenwechsel

    1/6Reifenwechsel

    Anfang September beginnt das Team mit der Auswechslung der Reifen. Dann werden die abgefahrenen Winterpneus durch neue Winterreifen ersetzt. Spätestens Mitte Oktober sind alle Busse wintertauglich. Bei einem 28-plätzigen Nachtbus (Bild) schafft das ein Mechaniker zur Not alleine, bei den Gelenkbussen, die auf der Hinterachse mit Zwillingsbereifung ausgerüstet sind, wird zu zweit gearbeitet.

  • Engadin Bus, Pneudepot

    2/6Pneudepot

    200 Reifen lagern im Busdepot. Werkstattleiter Donato Giovanoli überprüft das Profil. Bei den Solo- und Gelenkbussen sind es im Neuzustand 2 cm, bei den kleineren Nachtbussen 12 mm. Aufgepumpt werden die Pneus mit einer Maschine, die sich hinter einem Stahlgitter befindet. „Wenn einem ein Lastwagenreifen mit Hochdruck um die Ohren fliegt ist das nicht mehr lustig.“

  • Engadin Bus, Teamarbeit bei Reifenwechsel

    3/6Teamarbeit

    Ein Mitarbeiter wechselt den Reifen, der andere pumpt die Reifen auf. Bereits nach drei Monaten sind die Profile so stark abgefahren, dass die Pneus nochmals ausgewechselt werden müssen. Die leicht abgefahrenen Winterreifen werden in der Sommersaison nochmals verwendet.

  • Engadin Bus, Schneeketten-Lager

    4/6Schneeketten

    Engadin Bus fährt zwei Automarken: Citaro und Setra, deren Pneus unterschiedlich gross sind. Damit die Fahrer, die vor Schichtbeginn Schneeketten montieren müssen, nicht die falschen Ersatzketten vom Haken nehmen, sind sie nach Fahrzeugtyp angeschrieben. Linie 6 und Linie 1 sind auch schon vollbesetzt in die Garage gefahren, um sich von den Mechanikern die Schneeketten montieren zu lassen.

  • Engadin Bus, Lichtanlage

    5/6Verspieltes Detail

    Was nach einer Art Brettspiel aus den 1970er Jahren aussieht, ist die Lichtanlage des Busdepots. Auf dem Leuchtkasten befinden sich Spielzeugautos, die Kinder im Laufe der Jahre in den Bussen liegengelassen haben.

  • Engadin Bus, Fahrzeugpark

    6/6Geteilter Fahrzeugpark

    Abends stehen 34 Busse im Depot. Es herrscht strickte Farbentrennung - links blau (21 Engadin Busse), rechts gelb (13 Postautos). Abends um 21.10 fährt der letzte Engadin Bus ins Depot. Die Postauto-Fahrer haben rund eine Stunde später Feierabend.

Der Garagendienst

Nils  Koplin ist Chauffeur bei Engadin Bus. Hier jedoch hat er Garagendienst und geht den Kollegen zu Hand, hilft bei der Dispo oder in der Werkstatt. Kontrolliert morgens die Busse und überprüft Öl- und Wasserstand, damit die Fahrer bei Dienstantritt nur noch die Kasse einrichten und das System hochfahren müssen, bevor sie losfahren.

Auch räumt er allfällige Schneereste weg, fährt allenfalls ausgewechselte Busse durch die Waschanlage, kontrolliert vor der Ausfahrt bei allen Fahrzeugen den Öl- und Kühlwasserstand und füllt bei Bedarf Scheibenwaschmittel auf. Falls ein Fahrer wegen Krankheit ausfällt oder verspätet zum Dienst antritt, zB. aufgrund von starkem Schneefall, umgestürzten Bäumen oder Wildschaden, springt der Garagendienst ein und setzt sich ans Steuer.

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Die Waschanlage

Während die Anlage die Busse wäscht, putzen die Fahrer die Frontscheibe eigenhändig mit dem Hochdruckreiniger. Denn der grosse Seitenspiegel rechts wäre der Anlage im Weg. Auch wenn grosse Schneebrocken an den Seitenwänden oder am Fahrzeugboden kleben hilft nur der Hochdruckreiniger.

Erstrahlt der Bus äusserlich in neuem Glanz, kommt das Fahrzeuginnere dran. Erst wird der Innenboden besenrein gefegt, dann rückt das Putzteam an, kümmert sich um die Fenster, reinigt die Sitze und nimmt den Boden feucht auf. Knapp eine Stunde später ist der Bus bereit für den nächsten Einsatz.

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Das Werkstattbüro

Eine Menge Papierkram wartet jeden Morgen auf Donato Giovanoli, den Werkstattleiter. „Die Digitalisierung ist hier noch nicht angekommen.“ Die anstehende Arbeit wird hier verteilt und in die „Bibel“, den Kalender, eingetragen.

Auf einer grossen Liste werden die wichtigsten Termine von Hand notiert. Wie der Service, der nach 30 000 km fällig wird. Oder die jährliche Motorfahrzeugkontrolle. Viel Wert wird auch auf die Chassis-Reinigung gelegt, da die Fahrgestelle der Busse im Winter durch die gesalzenen Strassen angegriffen werden.

Ein Herr im Büro
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